Ice Tigers siegen 2:1 n.V. gegen Ingolstadt

Am Freitagabend empfingen die THOMAS SABO Ice Tigers den ERC Ingolstadt in der mit 7.672 Zuschauern ausverkauften ARENA NÜRNBERGER Versicherung zum Derby bei "Rock the House". Nichlas Torp kehrte ins Team der Ice Tigers zurück, Marcus Weber rückte für ihn wieder in den Sturm. Im Tor bekam Niklas Treutle den Vorzug vor Andreas Jenike. Ingolstadt kam mit der Empfehlung von drei Siegen in Folge nach Nürnberg und machte von Beginn an ordentlich Druck, auch wenn die erste gute Chance den Ice Tigers gehörte: Patrick Reimer kam mit der Scheibe über die linke Seite und schoss aufs kurze Eck, scheiterte aber an seinem Bruder Jochen. Reimer holt sich die Scheibe in der Rundung zurück und spielte in den Slot, wo Yasin Ehliz lauerte und direkt abzog. Matt Pelech warf sich aber in die Scheibe und vereitelte damit die erste hochkarätige Möglichkeit der Partie nach gerade einmal 25 Sekunden. In der 3. Minute kamen die Gäste über Dennis Swinnen zu ihrer ersten Chance, Treutle hielt seinen Schuss vom Bullypunkt aber sicher. In der 6. Minute saß Phil Dupuis wegen übertriebener Härte auf der Strafbank, David Elsner zog von der blauen Linie direkt aufs kurze Eck ab, Treutle parierte aber mit der Stockhand. Die Ice Tigers überstanden die Situation schadlos und gingen in der 9. Minute durch einen perfekten Spielzug in Führung: Yasin Ehliz ließ für Patrick Reimer liegen, der ließ einen Verteidiger aussteigen und bediente David Steckel mit seinem Diagonalpass so perfekt, dass Steckel nur noch ins leere Tor einschieben musste - 1:0 für Nürnberg.

Ingolstadt setzte sein aggressives Forechecking weiter um und zwang die Ice Tigers damit immer wieder zu Fehlern im Spielaufbau. Nach einem Fehlpass von Brett Festerling ging John Laliberte dazwischen und legte ab auf Mike Collins, der schoss aber am Tor vorbei (13.). Kurz vor Drittelende agierten die Ice Tigers zu offensiv im gegnerischen Drittel, Collins startete durch, bekam den Pass und lief alleine aufs Nürnberger Tor zu. Treutle reagierte aber stark und entschärfte den Alleingang souverän (20.). Auch das zweite Drittel begann mit Ingolstädter Offensive: Matt Pelech zog nach einem Bullygewinn im Nürnberger Drittel direkt von der blauen Linie ab, schoss aber knapp am langen Pfosten vorbei (21.). In der 23. Minute erwischten die Panther die Ice Tigers bei einem schwachen Wechsel, Greg Mauldin lief über die rechte Seite aufs Nürnberger Tor zu, schoss aber knapp am langen Pfosten vorbei. Ingolstadt machte weiter mehr fürs Spiel und setzte die Ice Tigers immer wieder unter Druck. In der 28. Minute kamen die Ice Tigers zu einem ihrer wenigen Entlastungsangriffe, als Leo Pföderl Matt Pelech mit einer Drehung abschüttelte und an die blaue Linie ablegte. Patrick Köppchen rückte mit auf, schoss aber knapp vorbei (28.). Fünf Minuten später umkurvte Brett Olson das Nürnberger Tor und spielte nach vorne auf Ville Kostinen, der schoss direkt aufs kurze Eck, Treutle reagierte aber wieder stark (34.). In der 38. Minute kam Ingolstadt dann aber doch zum verdienten Ausgleich. Petr Pohl verlor die Scheibe in der Rundung an Greg Mauldin, der spielte direkt tief, Darin Olver quer und Kael Mouillierat lenkte den Puck perfekt ins lange Eck zum 1:1, gleichzeitig auch der Zwischenstand nach dem zweiten Drittel.

Zum letzten Drittel brachte Rob Wilson Marius Möchel in der Reihe mit John Mitchell und Leo Pföderl, Petr Pohl spielte dafür mit Patrick Buzas und Marcus Weber. In der 47. Minute kam Leo Pföderl im Slot zum Abschluss, traf die Scheibe aber nicht richtig, was den Schuss erst so richtig gefährlich machte. Jochen Reimer brachte im letzten Moment noch die Fanghand an die Scheibe und der Puck ging knapp am Tor vorbei. Als Brett Olson in der 50. Minute wegen Spielverzögerung auf der Strafbank saß, bot sich den Ice Tigers in Überzahl die Chance zur erneuten Führung, Dane Fox traf aus spitzem Winkel aber nur den Außenpfosten. Die Ice Tigers übernahmen zum Ende der regulären Spielzeit mehr und mehr das Kommando, Ingolstadt zog sich zurück. Patrick Reimer bediente Yasin Ehliz mit einem schönen Pass in den Lauf, Ehliz zog über die rechte Seite vors Tor und schoss aufs lange Eck, scheiterte aber an Jochen Reimers rechtem Schoner (54.). In der 57. Minute kam Patrick Reimer selbst zum Abschluss, die Fanghand seines Bruders blieb aber der Sieger und das Spiel ging beim Stand von 1:1 in die Verlängerung. Dort nahm Ingolstadts Ville Koistinen die entscheidende Strafzeit des Spiels. Kurz vor Ablauf der Strafe stand David Steckel vor dem Tor goldrichtig, bekam den Pass von Yasin Ehliz perfekt serviert und sicherte den Ice Tigers damit den wichtigen Zusatzpunkt in einem hart umkämpften Spiel. Durch den erneuten Heimsieg bleiben die Ice Tigers auch nach diesem Spieltag Tabellenführer in der DEL.

Foto: Steffen Riese

Stimmen zum Spiel:

 

  1. 2. 3. OT PS Ergebnis
Ice Tigers 1 0 0 1 - 2
ERC Ingolstadt 0 1 0 - - 1

 

Tore:
Spielstand Zeit Torschütze 1. Assistent 2. Assistent Bemerkung
1:0 08:05 Steckel Reimer Ehliz
1:1 37:06 Mouillierat Mauldin Olver
2:1 62:41 Steckel Ehliz Reimer 4:3-Überzahl
Strafen:
Ice Tigers 4 Min
ERC Ingolstadt 6 Min + 10 Min (Olson)
Allgemeine Informationen:
Zuschauer: 7672
Schiedsrichter: Elvis Melia, Miroslav Stolc