4:2 in Berlin: Auftakt nach Maß!

Am Freitagabend ging es für die THOMAS SABO Ice Tigers endlich los mit der neuen DEL-Saison 2017/18. Beim Gastspiel in Berlin bekam Andreas Jenike den Start im Tor, Patrick Köppchen meldete sich nach seiner überstandenen Gehirnerschütterung rechtzeitig zurück, einzig David Steckel konnte noch nicht wieder mitwirken. Schon nach 30 Sekunden liefen die Ice Tigers in den ersten Konter, Berlins Daniel Fischbuch schoss aus dem Hintergrund aber übers Tor. Die Eisbären erwischten generell den besseren Start und gingen in der vierten Minute in Führung, wenngleich die Entstehung für Berlin äußerst glücklich und für die Ice Tigers äußerst unglücklich war: André Rankel spielte von der Seite einfach flach vors Tor, Tom Gilbert wollte die Scheibe mit dem Schlittschuh stoppen, fälschte sie aber versehentlich unhaltbar für Jenike ab - 1:0 für Berlin. In der 7. Minute hatte Dane Fox die Riesenchance zum Ausgleich, scheiterte mit seiner Direktabnahme nach perfekter Vorarbeit von Phil Dupuis aber an Berlins stark reagierendem Torhüter Petri Vehanen. Berlin spielte anschließend weiter nach vorne und erhöhte in der 12. Minute auf 2:0, als Jens Baxmann nach einem punktgenauen Zuspiel Nick Petersens von hinter dem Tor völlig frei im Slot zum Abschluss kam und die Scheibe unter die Latte jagte. Erst gegen Ende des Drittels erarbeiteten sich die Ice Tigers die ein oder andere Druckphase, Brandon Segal konnte Vehanen aber am kurzen Pfosten mit der Rückhand nicht bezwingen (19.).

Im zweiten Drittel zeigten sich die Ice Tigers sofort wie verändert, spielten sofort nach vorne und hatten nach 65 Sekunden zum ersten Mal Pech, als Yasin Ehliz aus der Drehung von der Oberkante des Bullypunkts nur die Unterkante der Latte traf. Es war der Auftakt für eine bemerkenswerte Pech-Phase der Mannschaft von Rob Wilson. In der 24. Minute erlief Petr Pohl einen weiten Pass und ließ den Puck für Marco Pfleger liegen. Pfleger verzögerte noch kurz und traf nur den linken Torpfosten (24.). Eine gute Minute später ging das nächste Raunen durch die knapp 11.000 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena: Phil Dupuis lief über die linke Seite auf und davon, im Berliner Drittel legte er ab auf Taylor Aronson, der im Slot frei zum Schuss kam und - natürlich - ebenfalls nur das Torgestänge traf. Mehr Pech in einem so kurzen Zeitraum ist war schwer vorstellbar, die Ice Tigers ließen sich dadurch aber nicht aus dem Konzept bringen und blieben ihrem Spielplan treu. Kurz darauf mussten zwar Yasin Ehliz und Phil Dupuis binnen kurzer Zeit auf die Strafbank. Die Ice Tigers überstanden die fast vierminüte Unterzahlsituation aber schadlos, weil Louis-Marc Aubry nur den Pfosten traf (30.). In der 34. Minute durften sich die Ice Tigers und ihre rund 100 mitgereisten Fans dann endlich über das erste Saisontor freuen. Patrick Reimer bediente Steven Reinprecht mit einem herrlichen Diagonalpass, der 41-Jährige zog über die linke Seite zum Tor und überwand Petri Vehanen - natürlich mit der Rückhand - zum 1:2-Anschlusstreffer.

Die Ice Tigers setzten nach und kamen vier Minuten später sogar zum Ausgleich. Es war sogar ein noch schöneres Tor als der Anschlusstreffer. Steven Reinprecht steckte durch für Yasin Ehliz, der mit Tempo kam und Micki DuPont mit einem schönen Move umspielte. Ehliz spielte mit der Rückhand flach vors Tor, der äußerst auffällige Brandon Segal setzte sich durch, reagierte am schnellsten und drückte den Puck zum 2:2-Ausgleich über die Linie (38.). Zu Beginn des Schlussabschnitts übernahmen zunächst wieder die Eisbären das Kommando und hatten die besseren Möglichkeiten. Florian Busch schoss übers Tor (42.), André Rankel zwang Andreas Jenike mit seinem Schuss zu einer Glanzparade mit dem rechten Schoner (44.). In der 45. Minute schlugen dann die Ice Tigers eiskalt zu. Ein Tor, das zu 90 Prozent auf das Konto von Taylor Aronson geht, denn der Verteidiger spielte einen genialen No-Look-Pass tief auf Phil Dupuis, der Vehanen flach durch die Schoner zum 3:2 für die Ice Tigers überwand (45.). Kurz darauf stand wieder Nürnbergs Schlussmann Jenike im Mittelpunkt, als er wieder mit dem Schoner spektakulär gegen Eisbären-Neuzugang Sean Backman rettete (47.). Berlin rannte an, die Ice Tigers verteidigten aber geschickt und setzten immer wieder Nadelstiche nach vorne. Einen davon nutzte Dane Fox zum vorentscheidenden 4:2. Erst stibitzte er Mark Olver die Scheibe weg, dann blieb er vor Vehanen eiskalt (50.). Den Eisbären lief die Zeit davon, die Ice Tigers verteidigten kompakt und brachten die Zwei-Tore-Führung über die Zeit.

Es war der perfekte Auftakt für die Ice Tigers, die am Sonntagabend um 19 Uhr vor ihren eigenen Fans gegen die Iserlohn Roosters das erste Sechs-Punkte-Wochenende perfekt machen wollen.

 

  1. 2. 3. OT PS Ergebnis
Eisbären Berlin 2 0 0 - - 2
Ice Tigers 0 2 2 - - 4

 

Tore:
Spielstand Zeit Torschütze 1. Assistent 2. Assistent Bemerkung
1:0 03:19 Rankel Fischbuch Olver
2:0 11:08 Baxmann Petersen Noebels
2:1 33:57 Reinprecht Reimer Ehliz
2:2 37:59 Segal Ehliz Reinprecht
2:3 44:46 Dupuis Aronson Fox
2:4 49:49 Fox Segal Aronson
Strafen:
Eisbären Berlin 0 Min
Ice Tigers 4 Min
Allgemeine Informationen:
Zuschauer: 10884
Schiedsrichter: André Schrader, Rainer Köttstorfer